24. August 2026 · Antonio Rodríguez · 4 Min. Lesezeit

Website für Handwerker: Anfragen statt Klicks, an einem Nachmittag

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Ein Handwerksbetrieb braucht keine schöne Website. Er braucht eine Website, nach der jemand um 20:40 Uhr im Wohnzimmer sucht, weil die Heizung aus ist, und die ihn dazu bringt, auf die Nummer zu tippen. Alles andere ist Dekoration.

Der Unterschied zwischen einer Website, die Anfragen bringt, und einer, die nur existiert, liegt fast immer an denselben fünf Dingen.

1. Sag sofort, wo du arbeitest

Der häufigste Fehler auf Handwerker-Websites ist, dass das Einzugsgebiet nirgends steht. Für Google und für den Menschen ist das die wichtigste Information überhaupt: nicht "Elektroinstallation", sondern "Elektroinstallation in Regensburg und im Umkreis von 40 km". Diese Ortsangabe gehört in die Überschrift der Startseite, in den Seitentitel und in den Fußbereich, und zwar mit den Orten, aus denen deine Kunden tatsächlich kommen.

Wenn du in mehreren Städten arbeitest, ist eine eigene Seite pro Stadt sinnvoll, aber nur, wenn sie wirklich unterschiedlichen Inhalt hat. Zehn identische Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen erkennt Google, und sie bringen nichts.

2. Leistungen mit einem Preisrahmen

"Kostenvoranschlag auf Anfrage" ist als einzige Preisinformation eine Bremse. Niemand erwartet einen Festpreis für eine Badsanierung, aber jeder will wissen, ob er im richtigen Laden ist. Ein Rahmen reicht:

Das reduziert genau die Anrufe, die dich Zeit kosten und nie zu einem Auftrag führen.

3. Der Notdienst gehört nach oben

Wenn du Notdienst machst, ist das die profitabelste Zeile deiner Website. Sie gehört über den ersten Bildlauf, mit Zeiten und einer antippbaren Nummer. Wenn du keinen Notdienst machst, schreib das genauso deutlich hin. Nichts ärgert mehr als ein Anruf um 23 Uhr, den man nicht annehmen will, außer ein Kunde, der glaubte, man käme.

4. Referenzen statt Stockfotos

Sechs eigene Fotos von echten Baustellen schlagen jede gekaufte Bilddatenbank. Vorher und nachher, das fertige Bad, die verlegten Leitungen, das Team im Firmenwagen. Menschen erkennen Stockfotos sofort, und sie senken das Vertrauen genau in dem Moment, in dem du es aufbauen willst.

Zwei praktische Hinweise: Fotografiere quer, und frag den Kunden, bevor du sein Wohnzimmer veröffentlichst.

5. Ein Formular, das die richtigen Fragen stellt

Ein Feld "Nachricht" bringt dir Nachrichten wie "Rufen Sie mich zurück". Drei bis fünf Felder bringen dir ein Angebot, das du schreiben kannst: Art der Arbeit, Ort, gewünschter Zeitraum, Telefonnummer, und wenn möglich ein Foto vom Problem. Ein Foto vom kaputten Ding spart im Schnitt zwei Telefonate.

Website oder Google-Unternehmensprofil zuerst?

Beides, aber die Reihenfolge ist wichtig. Das Google-Unternehmensprofil bringt bei lokalen Suchen kurzfristig mehr als jede Website: es ist kostenlos, es zeigt Öffnungszeiten, Anruf-Schaltfläche, Route und Bewertungen. Leg es zuerst an, verifiziere es, lade Fotos hoch, und bitte zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung.

Die Website macht das Profil erst wertvoll. Sie ist der Ort, an dem Leistungen und Preisrahmen stehen, an dem das Formular liegt und an dem du erklärst, warum man dich nimmt und nicht den Nächsten. Und sie gehört dir, im Gegensatz zum Profil, das Google jederzeit ändern kann. Trag die Adresse genau gleich in beide ein, Zeichen für Zeichen, das hilft der lokalen Auffindbarkeit mehr als die meisten SEO-Tricks.

Was das kostet und wie lange es dauert

Eine Agentur baut dir das für einen einmaligen Betrag und rechnet Wartung monatlich ab. Das ist in Ordnung, wenn du etwas Besonderes brauchst. Für die fünf Punkte oben brauchst du aber niemanden: bei 1h1app nimmst du eine Handwerksvorlage, tauschst Texte und Fotos aus, schaltest Formular und Karte ein, lässt Impressum und Datenschutzerklärung aus deinen Betriebsdaten erzeugen und veröffentlichst. Sieben Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, danach ein Preis für alle Bausteine.

Ehrlich bleiben muss man beim Aufwand: Die Technik ist an einem Nachmittag fertig, deine Inhalte nicht. Setz dich vorher eine Stunde hin und schreib auf, was du anbietest, was es ungefähr kostet, wo du arbeitest und wann du erreichbar bist. Das ist der Teil, an dem die meisten Website-Projekte hängen bleiben, unabhängig davon, wer sie baut.

Und noch etwas Handfestes: Die Bedienoberfläche und die Rechtsseiten sind auf Deutsch, aber die Beispieltexte der Vorlagen kommen auf Englisch. Du überschreibst sie sowieso mit deinen eigenen, aber wundere dich nicht, wenn im ersten Moment Englisch dasteht.

Die Checkliste vor dem Veröffentlichen

Wenn du alle sieben Punkte abhaken kannst, bist du besser aufgestellt als die meisten Betriebe in deinem Umkreis. Mehr zu den Rechtsseiten steht im Ratgeber zu Impressum und Datenschutz, mehr zu Werkzeugen und Kosten im Ratgeber für Kleinunternehmen.

Häufige Fragen

Braucht ein Handwerksbetrieb überhaupt eine eigene Website?

Für die Auffindbarkeit reicht kurzfristig oft das Google-Unternehmensprofil. Für alles danach nicht: Leistungen, Preisrahmen, Referenzfotos und ein Anfrageformular brauchen einen eigenen Ort, und dieser Ort gehört dir, während ein Profil jederzeit von Google verändert oder gesperrt werden kann.

Was gehört auf die Startseite einer Handwerker-Website?

Ein Satz mit Gewerk und Einzugsgebiet, eine antippbare Telefonnummer, die Öffnungszeiten und der Hinweis auf Notdienst, dazu die wichtigsten Leistungen mit Preisrahmen und ein oder zwei eigene Fotos von echten Arbeiten.

Soll ich meine Preise auf die Website schreiben?

Zumindest einen Rahmen: Stundensatz, Anfahrt und ein Von-bis für Standardarbeiten. Das schreckt niemanden ab, der zu dir passt, und spart die Anrufe von Leuten, die nur den Preis erfragen wollen.

Wie viel kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Über eine Agentur ein einmaliger Betrag plus laufende Wartung, wobei jede spätere Änderung wieder Zeit oder Geld kostet. Mit einem Baukasten ein monatlicher Betrag, dafür änderst du Preise und Fotos selbst und sofort. Rechne bei beiden Wegen zwei Jahre durch, inklusive Domain.

Website oder Google-Unternehmensprofil zuerst?

Zuerst das Profil, weil es kostenlos ist und bei lokalen Suchen sofort wirkt. Direkt danach die Website, weil das Profil ohne sie keine Leistungen, keine Preise und kein Anfrageformular hat. Adresse und Öffnungszeiten in beiden exakt gleich schreiben.

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