Die meisten Ratgeber zu diesem Thema verkaufen dir am Ende genau ein Produkt. Ich auch, das sage ich gleich am Anfang: 1h1app ist ein Website-Baukasten. Deshalb steht mein Werkzeug hier in derselben Tabelle wie die anderen, mit dem, was es nicht kann.
Was ein kleiner Betrieb wirklich auf der Website braucht
Weniger, als in jedem Angebot steht. Die Seiten, die tatsächlich Umsatz bringen, sind fast immer dieselben:
- Eine Startseite mit einem klaren Satz: was du machst, für wen, wo. Darunter ein Foto und eine Schaltfläche (anrufen, Termin buchen, Angebot anfordern).
- Leistungen oder Speisekarte mit Preisen. Preise zu verstecken bringt keine zusätzlichen Kunden, sondern zusätzliche Anrufe von Leuten, die nur nach dem Preis fragen.
- Ein Weg, Kontakt aufzunehmen, der nicht das Telefon ist. Terminbuchung, wenn du von Terminen lebst. Ein Formular, wenn du von Angeboten lebst.
- Wo und wann: eine echte Karte, Öffnungszeiten, Telefonnummer zum Antippen.
- Über dich, kurz, mit Foto. Menschen beauftragen Menschen.
- Impressum, Datenschutzerklärung und, falls nötig, der Cookie-Hinweis. Wie das im Detail geht, steht im Ratgeber zu Impressum und Datenschutz.
Alles andere, also Bildergalerien mit vierzig Fotos, ein Newsletter ohne Plan, ein Blog ohne Zeit dafür, ist optional und kann warten.
Die vier Wege, und wie sie abrechnen
Die Agentur oder die Freiberuflerin. Für einen kleinen Betrieb bewegt sich das üblicherweise im Bereich von einigen hundert bis mehreren tausend Euro einmalig, dazu Hosting und Wartung im Monat. Danach kostet jede Änderung eine E-Mail und oft eine kleine Rechnung, oder sie wartet auf das nächste Wartungsfenster. Das lohnt sich, wenn du etwas wirklich Eigenes brauchst: ein besonderes Layout, eine Marke von Grund auf, eine Anbindung an dein Warenwirtschafts- oder Buchungssystem. Das ist echte Arbeit und echtes Geld wert.
WordPress in Eigenregie. Hosting, ein Theme, Plug-ins für Buchungen, Formulare, Cookies und Backups, und deine Wochenenden, um alles aktuell zu halten. Die flexibelste Lösung und, in Zeit gerechnet, oft die teuerste. Sinnvoll, wenn dir Basteln Spaß macht.
Die großen Baukästen wie Wix, Jimdo, IONOS MyWebsite oder Squarespace. Alle vier machen ihre Sache gut, und für viele Betriebe reichen sie völlig. Jimdo ist besonders schnell eingerichtet und in Deutschland zu Recht beliebt, IONOS ist stark, wenn du Domain, Postfach und Hosting ohnehin dort hast, Wix hat die größte Auswahl an Bausteinen und Squarespace die schönsten Vorlagen. Achte bei allen auf dasselbe: Der Einstiegstarif ist selten der, den du am Ende brauchst. Buchungen, Shop, Terminkalender, mehr Speicher und der Wegfall von Werbung hängen meist an höheren Stufen, und die Domain wird oft nur im ersten Jahr geschenkt.
1h1app. Ein Preis, 16 Euro im Monat oder als Jahresabo, und darin sind alle Bausteine enthalten: Terminbuchung mit Anzahlung, Speisekarte, Shop mit Größen und Verkauf nach Gewicht, echte Karte, Blog, Formulare, Impressum und Datenschutz. Bis zu drei Websites und 200 MB Bilder pro Konto, eine kostenlose .com im ersten Jahr beim Jahresabo, sieben Tage kostenlos ohne Kreditkarte. Zahlungen laufen über dein eigenes Stripe-Konto, ohne Provision für uns.
Woran du erkennst, dass ein Angebot später teurer wird
- Einrichtungsgebühr plus niedriger Monatspreis. Rechne beides über 24 Monate zusammen, dann sieht die Reihenfolge anders aus.
- Kosten pro Änderung. Frag konkret, was es kostet, einen Preis in der Leistungsliste zu ändern.
- Wem gehört die Domain? Lass dir schriftlich geben, dass sie auf deinen Namen läuft oder auf Wunsch übertragen wird. Das ist der häufigste Grund, warum jemand bei einem Anbieter bleibt, mit dem er unzufrieden ist.
- Was passiert nach dem ersten Jahr? Bei geschenkten Domains und Einführungspreisen steht die Antwort meist im Kleingedruckten.
- Kommt man an die Inhalte heran? Texte und Bilder sollten exportierbar sein.
Was 1h1app nicht kann, damit du es nicht später merkst
- Die Beispieltexte der Vorlagen sind auf Englisch. Die Bedienoberfläche, die Menüs, Formulare, der Warenkorb und die Rechtsseiten sind auf Deutsch, aber die 61 Branchenvorlagen wurden auf Spanisch und Englisch geschrieben. Du überschreibst diese Texte ohnehin mit deinen eigenen, aber im ersten Moment steht dort Englisch.
- Keine freie Programmierung. Es gibt Bausteine, keine leere Leinwand. Wenn du eine ungewöhnliche Idee hast, die kein Baustein abdeckt, ist eine Agentur der richtige Weg.
- Drei Websites und 200 MB Bilder pro Konto. Für eine Fotografin mit einem großen Archiv ist das knapp.
- Kein Postfach und kein eigenes Hosting für andere Zwecke: wir veröffentlichen deine Website, wir sind kein Hoster.
Der Nachmittag, an dem sie online geht
- Konto anlegen, ohne Karte.
- Die Vorlage für dein Gewerk auswählen. Sie kommt mit fertigen Bausteinen, nicht mit Blindtext.
- Die Texte ersetzen. Fang mit dem einen Satz auf der Startseite und den Leistungen mit Preisen an. Nimm die Worte, die du am Telefon benutzt.
- Fünf gute Fotos hochladen. Fünf gute schlagen zwanzig mittelmäßige.
- Einschalten, was Geld bringt: Terminbuchung mit Anzahlung, Speisekarte, Shop, Anfrageformular.
- Betriebsdaten eintragen und die Rechtsseiten erzeugen lassen.
- Veröffentlichen. Die eigene Domain kann später kommen.
Wenn du danach eine Seite hast, die dir gefällt, hast du Geld gespart und, wichtiger, die Abhängigkeit vermieden. Wenn nicht, hast du nichts verloren: sieben Tage, keine Karte.
Häufige Fragen
Was kostet eine Homepage für ein kleines Unternehmen?
Das hängt vom Weg ab. Eine Agentur oder Freiberuflerin arbeitet meist mit einem einmaligen Betrag von einigen hundert bis mehreren tausend Euro plus laufender Wartung. Baukästen rechnen monatlich ab, oft nach Tarifstufen, sodass Buchung, Shop oder Werbefreiheit extra kosten. Rechne bei jedem Angebot 24 Monate durch, inklusive Domain und Änderungen.
Was ist besser für einen Kleinbetrieb: Jimdo, Wix, IONOS oder WordPress?
Alle vier funktionieren. Jimdo ist am schnellsten eingerichtet, IONOS praktisch, wenn Domain und Postfach ohnehin dort liegen, Wix hat die meisten Bausteine, WordPress die größte Freiheit und den größten Pflegeaufwand. Entscheidend ist weniger das Werkzeug als die Frage, ob Buchung, Shop und Rechtsseiten im Preis enthalten sind oder extra kosten.
Kann ich eine Homepage ohne Programmierkenntnisse selbst erstellen?
Ja. Mit einem Baukasten wählst du eine Vorlage, tauschst Texte und Fotos aus und veröffentlichst. Design, Handy-Ansicht und Rechtsseiten sind dabei schon erledigt. Was du brauchst, sind deine Inhalte: Leistungen, Preise, Öffnungszeiten, Fotos.
Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
Mit fertigen Inhalten und einer Branchenvorlage ein Nachmittag. Über eine Agentur dauert es typischerweise mehrere Wochen, und die Uhr läuft erst, wenn du deine Texte und Fotos abgegeben hast. Genau daran scheitern die meisten Projekte, nicht an der Technik.
Wem gehört meine Domain, wenn ich einen Baukasten nutze?
Das musst du vor dem Abschluss klären, denn es unterscheidet sich je nach Anbieter. Bei 1h1app nutzt du sie und behältst sie: Beim Jahresabo kaufen wir die .com und zahlen das erste Jahr, sie läuft über unser Konto, damit wir sie einrichten können, und wenn du gehst, übertragen wir sie auf deinen Namen.